Fachlexikon

 

IEC 61508

Internationale Norm zur Entwicklung von elektrischen, elektronischen und programmierbar elektronischen (E/E/PE) Systemen, die eine Sicherheitsfunktion ausführen. Die Anwendung der Norm in Unternehmen wird vorwiegend durch das Produkthaftungsrecht getrieben. Der Hersteller kann somit im Produkthaftungsprozess darlegen, dass er eine anerkannte Methode zur Risikobewertung und zur sicheren Produktentwicklung sowie -herstellung angewendet hat. Der IEC 61508 liegen folgende Ansichten über die Risiken zugrunde:

  • Null-Risiko kann nie erreicht werden
  • Die Sicherheit muss von Anfang an in Betracht gezogen werden
  • Nicht tolerierbare Risiken müssen reduziert werden (ALARP)

 

ISO 26262

Norm für sicherheitsrelevante elektrische/elektronische Systeme in Pkw. Sie definiert ein Prozess-Rahmenwerk und Vorgehensmodell zusammen mit geforderten Aktivitäten und Arbeitsprodukten sowie anzuwendenden Methoden. Die Umsetzung der Norm soll die funktionale Sicherheit eines Systems mit elektrischen/elektronischen Komponenten im Kraftfahrzeug gewährleisten. Die ISO 26262 ist eine branchenspezifische Ableitung der IEC 61508 für das Kraftfahrzeug.

 

ISO/TS 16949

Diese Norm/Technische Spezifikation vereint existierende allgemeine Forderungen an Qualitätsmanagementsysteme der Automobilindustrie. Ziel des Standards ist es, die System- und Prozessqualität wirksam zu verbessern, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, Fehler und Risiken im Produktionsprozess und der Lieferkette zu erkennen, ihre Ursachen zu beseitigen und getroffene Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.

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