Fachlexikon

 

PLP (Produktionslenkungsplan)

Ein PLP (ISO/TS 16949) wird von der Qualitätsabteilung eines produzierenden Unternehmens erstellt und dient sowohl dem Qualitätsbeauftragten als auch der Fertigung als Maßgabe für:

  • alle durchzuführenden Prüfschritte,
  • die zu kontrollierenden Produktmerkmale,
  • die zu verwendenden Hilfsmittel/Apparaturen,
  • die geltenden Prüfvorschriften,
  • die vorgegebenen Mindesttestwerte,
  • das geforderte Testintervall,
  • Verhalten bei Verfehlung von Testkriterien und enthält
  • weitere Bestandteile, die z.B. der Erfassung und Nachvollziehbarkeit dienen.


Ein PLP entsteht z.B. als ein Resultat einer Prozess-FMEA und enthält im Mindestfall alle Maßnahmen, die zur Absicherung der Besonderen Merkmale erforderlich sind. Er wird üblicherweise von einem Auftraggeber als Nachweis einer funktionierenden Produktionsüberwachung gefordert und besitzt damit auch eine externe Überwachungsfunktion im Rahmen der Qualitätsmanagementtätigkeiten.

Ein PLP entspricht und geht im Umfang hinaus über einen Control Plan nach QS 9000.

PPAP (Production Part Approval Process = Produktionsteilabnahmeverfahren)

Der PPAP nach ISO/TS 16949 oder QS 9000 stellt ein Instrument dar, um Teile aus Serienanlagen und -werkzeugen hinsichtlich ihrer maßlichen und funktionalen Eigenschaften entsprechend der Zeichnungsvorgaben zu überprüfen bzw. zu bemustern.
Der Lieferant führt damit den Nachweis über die korrekte Auffassung und Umsetzung der Entwicklungsvorgaben des Auftraggebers, das Vorhandensein eines zertifizierten und leistungsfähigen Qualitätsmanagements und die erfolgreiche Produktion von ersten Musterbauteilen.
Die Vorgaben eines normgerechten PPAP wurden von der AIAG-Gruppe (Automotive Industry Action Group) im Rahmen des APQP erarbeitet. Bestehende Mindestanforderungen können daher dem APQP entnommen werden. Es steht aber jedem Auftraggeber frei, zusätzliche Anforderungen über dieses Mindestmaß hinaus zu stellen. Ein PPAP setzt sich aus mindestens 18 Dokumenten zusammen, u.a.:

  • Bauteilzeichnungen
  • Design-FMEA und Prozess-FMEA
  • Process Flow Diagram (Übersicht aller Produktionsschritte einschließlich der Subzuliefererteile)
  • Control Plan (ähnlich PLP)
  • Zertifizierungen zu Messmitteln und Laboreinrichtungen
  • Dokumentation über Musterbauteile einschließlich der Ergebnisse von bereits durchgeführten Tests

   

Prozessfähigkeitsstudie

Langzeitbetrachtung zur Beurteilung eines Produktionsprozesses, wie sicher er innerhalb der Toleranzgrenzen gehalten werden kann. Der ermittelte Prozessfähigkeitsindex erlaubt eine Aussage über Mittelwertlage, Streuung und zu erwartenden Fehleranteil des betroffenen Prozesses.

Kontakt

CONTEXT Management Technologies GmbH
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